Phasen der Transformation

Transformation bedeutet eigentlich nichts anderes als: Wandlung. Das ist kein Ziel in weiter Ferne in einer nicht absehbaren Zukunft. Wandlung ist unser Leben. Du brauchst doch nur in den Spiegel zu schauen. Siehst du jetzt so aus, wie du vor 20 Jahren ausgesehen hast, vor 10 Jahren? Vielleicht siehst du schon nicht mal mehr aus wie gestern. Schau auf dein Können. Was konntest du mit 3 Jahren? Mit 10 Jahren? Mit fünfzehn Jahren? Was kannst du jetzt?

Deine Beziehungen, deine Freundschaften, deine Berufe, dein Geld, deine Wohnsituation, deine Hobbys usw. alles wandelt sich. Manchmal so langsam und schleichend, dass wir es gar nicht so bewusst bemerken. Aber wir entwickeln uns stetig weiter. Einige mehr, einige weniger. Schritt für Schritt wandeln wir uns. Das heißt: wir sind in einem ständigen Transformationsprozess.

Mal sind Transformationsphasen heftiger, härter, schmerzhafter, voller Tränen und Verzweiflung. Manchmal sind sie ganz leicht und luftig, voller Lachen und Freude. Mal heißt es Abschiednehmen, mal heißt es willkommen heißen, mal heißt es Loslassen, mal Festhalten. Transformation ist Leben, Wandlung ist Leben, Veränderung ist Leben. Wir können die Zeit nicht festhalten und die Uhren anhalten. Es geht weiter, stetig voran und wir entwickeln uns. Ob bewusst oder unbewusst, das liegt in unserer Hand. Regisseur oder Spielball, das ist unsere Entscheidung.

Vielleicht kennst du in dir auch das Gefühl oder den Wunsch, bei dem man denkt: „Könnte nicht einfach mal alles zeitgleich im Frieden sein und schön?“ Da hat man vielleicht gerade seine Finanzen auf die Reihe bekommen und ist hier in der Phase „Fließen“, da wackelt es in der Beziehung, weil man hier gerade in eine „anstrengendere“ Phase eintritt. Deswegen sind es ganz seltene Momente, in denen tatsächlich alles zeitgleich im Frieden ist, wo tatsächlich alles zeitgleich rund läuft und im Fluss ist.

Diese Momente sind wirklich heilig. Diese Momente sollte man feiern und vor allem so richtig genießen. Denn häufig ist es so, dass schneller als man bis drei zählen kann, die unterschiedlichen Entwicklungsfelder wieder auseinanderdriften und in unterschiedliche Phasen eintreten.

Von der Raupe zum Schmetterling ist immer eine sehr schöne bildliche Darstellung für den Transformationsprozess. ABER ich möchte dich noch mal daran erinnern, dass wir eben nicht in EINEM Transformationsprozess uns zum Schmetterling wandeln, sondern uns Stückchen für Stückchen wandeln. Und jedes Stückchen bringt mehr Farbe in dein Sein, jeder Farbklecks steht für einen Durchlauf der Phasen der Transformation.

Manchmal sind es vielleicht zwei Farbkleckse zeitgleich, aber es geht nur Stückchen für Stückchen. Wir bringen Licht und Farbe in unser Sein (symbolisch als Schmetterling dargestellt).Ja, und manchmal klappt es nicht mal, dass wir in einer Phase auch das ganze Kästchen zum Leuchten bringen, wir justieren dann nach, gehen noch mal durch die Phasen, bis die Farbe zum Leuchten kommt. Schritt für Schritt. Aber alles ist in uns schon angelegt.

Der Schmetterling trägt schon das vollständige Potenzial in sich. Die Farben kommen zum Vorschein, wenn sie angestrahlt werden. Wenn an dieser Stelle das Licht entzündet wird, wir uns selbst-erleuchten. Der Schmetterling leuchtet von ihnen heraus. Das Anleuchten von außen kann uns helfen zu erkennen, was für ein einzigartiges Potenzial schon in uns steckt, aber noch nicht gelebt wird. Das Licht von außen kann uns daran erinnern, was wir noch entfalten können. Aber es gilt von innen heraus die Kästchen auszuleuchten, um in voller Farbpracht strahlen zu können. Das Ziel ist es, letztendlich den gesamten Schmetterling (also wir selbst) zu erleuchten.

Phase 1 – Alles fließt

Beginn und Ende einer Tranformationsphase

Eigentlich gibt es in der Seelenentwicklungsspirale und damit im Transformationsprozess kein Anfang oder Ende. Es dreht sich unaufhörlich. Wo will man beim Rad sagen, dass es beginnt und wo, dass es aufhört. Aber wir müssen ja irgendwo einsteigen und darum nehmen wir die Phase, die sich eigentlich immer am Schönsten und Leichtesten anfühlt. Und zwar ist es der Moment, wo alles fließt. Es ist der Moment bzw. die Phase, wo sich alles irgendwie gerade rund und stimmig anfühlt.

Die Emotionen sind friedlich, ruhig. Das ist in der Regel der Moment zu dem wir sagen: „Ach, möge die Zeit doch jetzt einfach stehen bleiben!“ Wir möchten den Moment festhalten, denn wir fühlen, er ist kostbar und einzigartig. Wir fühlen, dass es eben nicht immer so für immer bleiben wird. Darum ist es auch wirklich wichtig, diese heiligen Momente in vollen Zügen zu genießen. Den Moment nehmen und einfach sein, wenn alles irgendwie gerade perfekt erscheint.

Diese Phase der Transformation ist immens wichtig, denn wir brauchen diese Erlebnisse, um nicht aufzugeben. Um zu erkennen, warum wir durch die „Mühlen“ gehen, warum wir manchmal kämpfen und durch den dunklen Tunnel schreiten. Genau für diese Moment des Fließens. Für dieses wundervolle Gefühl des Friedens und das alles so bleiben darf, genauso wie es jetzt ist. Es ist ein bisschen wie die Belohnung für alle Phasen, die man zuvor gemeistert hat.

Die man tapfer angenommen und durchleuchtet hat. Hier können wir regenerieren, auftanken, Dankbarkeit entwickeln für unser Sein und unser Leben. Hier fühlen wir, dass Frieden möglich ist und dass es sich lohnt durch das Tal der Erleuchtung zu wandern. Ein kostbarer Moment der Schönheit.

Phase 2 – Die Ruhe vor dem Sturm

Man fühlt, dass etwas kommt oder sich anbahnt ohne es genau definieren zu können

Ja, auch der schönste Tag im Paradies findet irgendwann sein Ende. Je mehr du bewusst durch dein eigenes Leben gehst, je mehr du deine Intuition schulst, desto eher wirst du es fühlen, diesen Moment wo die 1. Phase „Fließen“ übergeht in die 2. Phase „Neubeginn“. Diese Phase wird eingeläutet durch das Gefühl, dass alles gerade still zu stehen scheint.

Das Fließen endet. Alles hält inne. Es ist gut möglich, dass immer noch alles schön ist, aber es fließt eben nicht mehr. Es kommt zu einem Ende. Du kannst es ein wenig vergleichen, mit der Stimmung, die man hat, wenn am Ende eines langen wundervollen Sommertages ein Gewitter heraufzieht. Da gibt es einen Moment, wo alles still zu stehen scheint.

Alles wird ruhig. Kein Vogel, der mehr singt, keine Insekten, die herumschwirren. Alles wird ruhig, bevor das Gewitter losbricht. Bevor das Alte endet und das Neue ankommt. In dieser Phase möchte man auf der einen Seite manchmal krampfhaft das Glück und das schöne Gefühl festhalten. Es eben nicht gehen lassen, auch wenn man fühlt, dass der Zenit bereits überschritten wurde und auf der anderen Seite kann sich das Gefühl von Sorge und ja manchmal auch Angst einschleichen, weil man nicht weiß, wie das Kommende ausfallen wird. Welche Kraft das Gewitter mit sich bringen wird.

Man fühlt es kommt etwas und man weiß nicht genau was es ist. Generell ist es ein wenig, als könnte man fühlen, wie das Universum an den großen und kleinen Rändern stellt und schraubt, um die Visionen, die man in Phase 11 entwickelt hat - dazu kommen wir noch und dann wirst du erkennen wie wundervoll der gesamte Transformationsprozess wirklich ist-, auch Realität werden lassen zu können. Dieses Gefühl, dass eine Veränderung kommt, ist manchmal nur ein ganz kleiner Moment, ein Augenblick und dann ist er wieder vorbei. Es muss auch nicht gleich das Gewitter kommen. Zwischen diesen beiden Momenten kann schon einiges an Zeit vergehen.

Phase 3 – Unzufriedenheit

Das eigene Sein bzw. der eigene Wert wird in Frage gestellt

In der dritten Phase fängt man an das Paradies in Frage zu stellen. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass dein Leben bisher paradiesisch war. Es geht eher darum, dass es einen Moment im Leben gibt, wo man gefühlt aufhört, einfach so weiter zu machen wie bisher. Gut laufende Beziehungen werden in Frage gestellt. Der Job, der gut bezahlt wird, wird in Frage gestellt, die Beziehung zu den Eltern, Kindern, besten Freuden wird in Frage gestellt.

Es ist tatsächlich ein bisschen so, wie anzufangen aufzuwachen aus einem schönen Traum. Ja, eigentlich ist alles gut, ABER…. man fühlt, dass es noch mehr geben muss. So wie Eva im Paradies gefühlt hat, dass es irgendwie noch mehr geben muss. Diese Phase ist ein wenig heikel, weil man manchmal hier das Gefühl entwickeln kann, man wäre undankbar. Beziehungsweise die Menschen um einen herum, denken, man wäre undankbar.

Aber den Wunsch, das, was in unserem Leben an Großartigem noch auf uns wartet, zu ergreifen, bedeutet nicht, dass wir nicht dankbar sind für das, was wir bereits haben. Auch hier schleicht sich bei vielen gerne die Angst ein. „Wenn ich undankbar bin, wenn ich nach den Sternen greife, dann könnte mir was Schlimmes geschehen!“.

Das mag sich vielleicht merkwürdig lesen. Aber das sind Gefühle, die in dieser Phase auftreten können. Wieso wünschen wir uns einen anderen Job, wo wir doch so gut bezahlt werden? Wieso denken wir über andere Partner nach, wo doch alles eigentlich gut läuft in der Beziehung? Wieso gibt man sich nicht einfach mit dem zufrieden, was man hat? ACHTUNG: die Phasen der Transformation müsse nicht zwangsläufig dazu führen, dass man alles hinschmeißt: den Job kündigt, sich scheiden lässt, mit Freunden bricht usw. Das muss nicht unbedingt die Lösung sein.

Es kann gut sein, dass nur die Zeit gekommen ist, aus der bestehenden Partnerschaft noch mehr Wundervolles herauszuholen oder endlich wieder hereinzuholen. Es kann bedeuten, dass man sich in seinem Job einfach noch mehr entfalten möchte, dass man Freundschaften vielleicht ganz anderes leben möchte und das, das mit dem bestehenden Freundeskreis durchaus möglich ist. Also: Transformation bedeutet nicht unbedingt Bruch mit allem was ist. Aber es bedeutet immer: das der Punkt, den man am Wickel hat, sich verändern wird. Dass dieser Lebensaspekt nicht so bleiben wird, wie er jetzt ist.

Dass man sich eine Veränderung herbeisehnt. In dieser Phase befinden wir uns häufig im Kampf zwischen Unzufriedenheit und dem eigenen inneren Anspruch dankbar sein zu müssen, für das, was man hat. Die Kunst ist hier tatsächlich: die Dankbarkeit zu leben und zeitgleich an der eigenen Schöpfung weiterzuarbeiten, weil man fühlt, dass man noch größer die Flügel ausbreiten kann.

Das in einem noch viel mehr Farben schlummern, als man bisher erleuchtet hat. In dem Lebensbereich wo wir anfangen unzufrieden zu werden, beginnt eine neue Runde der Transformation. WICHTIG: die Gefahr ist groß in dieser Phase den anderen die Schuld für die eigene Unzufriedenheit zu geben: „mein Partner sagt nicht, das er mich liebt und er zeigt es mir auch nicht“, „mein Chef würdigt überhaupt nicht, was ich alles für die Firma tue“, „meine Kinder sehen gar nicht, wie ich mich für sie aufopfere“ usw.

Höre dir dies ruhig an, höre auch in deinem eigenen Transformationsprozess deinen Gedanken zu und wisse, dass nicht der andere Schuld hat an deiner Unzufriedenheit, sondern dass es nur die Kompassnadel ist, die dir anzeigt, wo du dir jetzt neue Farben in deinem Schmetterlingskostüm wünschst. Wir konzentrieren uns damit bei unserer Transformationsarbeit eben nicht auf den Partner, den Chef, die Kinder, die Eltern, sondern immer auf uns selbst. Was will uns die Unzufriedenheit sagen? Worauf möchte sie uns aufmerksam machen? Wo habe ich meine Farben noch nicht erleuchtet? Was möchte ich sein? Was möchte ich an mir und meinem Sein ändern, um anders leuchten zu können?

Die Unzufriedenheit nehmen wir um anfangen zu können neu zu schöpfen, größer zu denken, weiter zu denken, zu erkennen, welche Möglichkeiten das Leben uns noch bieten kann. Wir dürfen nach den Sternen streben und die Unzufriedenheit kann uns hier in Bewegung bringen.

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Phase 4 – Behüten

Das Bedürfnis nach Sicherheit und Schutz

In der vierten Phase fängt das Leben irgendwie an zu wackeln. Unser schönes Lebensbild bekommt Risse. Das, was eben noch so vermeintlich sicher und unumstößlich war, fängt an sich aufzulösen. Man fühlt, dass nichts sicher ist. Man fühlt, dass man die schöne Zeit eben nicht festhalten kann, so dass sie ewig währt. Das Leben, unser Leben, treibt uns weiter voran. Wir betreten neuen, unbekannt Boden und das kann mal mehr, mal weniger verunsichern. Wir kennen das Neuland, welches sich beginnt zu zeigen, noch nicht.

Unsere alten Verhaltensmuster, vielleicht auch unsere alten Denkstrukturen funktionieren hier nicht mehr so einwandfrei, wie früher. Das kann tierische Angst machen. Wir sehnen uns nach Sicherheit und Geborgenheit, nach Schutz und Stabilität und plötzlich bricht das alles unter uns weg. Die Angst kann so groß vor dem Neuen sein, dass man wie wild anfängt um das Alte zu kämpfen (obwohl man ganz tief innen drinnen weiß, dass die Zeit des Alten abgelaufen ist), selbst wenn es unlogisch und irrational ist.

Wir versuchen festzuhalten, uns zu klammern an irgendeinem noch so kleinen Zweig, um nicht zu ertrinken. (Dieses Phänomen kannst du übrigens gerade sehr schön auch im großen gesellschaftlichen Zusammenspiel beobachten) Die Kunst ist es eine innere Sicherheit zu entwickeln, die dich auch durch die beginnende Umbruchsphase begleiten. Die Sicherheit, dass du gut auf dich selbst aufpasst. Denn das ist möglich, in jeder Transformationsphase, in jedem einzelnen Transformationsprozess.

Nicht vergessen: wir sind die Schöpfer unserer Lebens, wenn wir bereit sind aktiv die Verantwortung und Gestaltung unseres Lebens zu übernehmen. Dann können wir auch in Zeiten, wo es anfängt zu wackeln, gut auf uns aufpassen. Wir müssen ja nicht blindlings ins neue Land stürmen. Wir dürfen achtsam Schritt für Schritt den neuen Boden betreten. Wir dürfen zurückschrecken, innehalten, durchatmen, nachdenken, hinterfragen und dabei immer gut auf unser emotionales Wohlbefinden achten.

Ja, das hört und liest sich leichter, als es dann in der Praxis umsetzbar ist. ABER: das kann man lernen. Wenn es wackelt: ruhig bleiben, nicht in Hektik verfallen. Durchatmen, sich sammeln, sich daran erinnern, was man gerade dabei ist zu schöpfen, wo man hin wollte, was man verändert haben wollte im Leben, sich wirklich daran erinnern und so das Zepter des eigenen Reiches an sich nehmen.

Ja, es wird wackeln und sich verändern, das ist eine Grundbedingung sozusagen für einen Transformationsprozess und doch können wir die ganze Zeit gut auf uns aufpassen, so dass wir eben nicht abstürzen und uns aus irgendeinem Sumpf wieder herausziehen müssen. Angst ist sehr real und es ist nicht leicht diese zu überwinden und sich ihr zu stellen. ABER: Angst ist ein schlechter Berater. Sie ist zwar ein emotionaler Aufzeiger, dass hier hingeschaut werden soll. ABER sie ist ein schlechter Berater. Darum: nicht von der Angst leiten lassen, sondern hinschauen.

Sich der eigenen Angst stellen und die Angstszenarien durchspielen gedanklich und daraus ein Konzept entwickeln, was man schöpfen möchte, um nicht die Angstszenarien im realen Leben erfahren zu müssen. Das ist absolut möglich, wenn wir den Mut finden uns unserer Angst zu stellen und ihre Szenarien wandeln in Geschichten, die wir viel lieber erfahren und erzählen möchten

Phase 5 – Liebe

Der emotionale Zusammenbruch

Nachdem in Phase vier unser Welt in dem Bereich anfängt zu wackeln, der großer, schöner, weiter werden möchte, bricht in Phase fünf aufgrund des Wackelns unser Kartenhaus zusammen. Das Schöne an dieser Phase ist, dass sie wirklich nur das zum Einstürzen bringt, was eben kein Fundament in unserem Leben hat. Das, was nicht stabil genug ist, um einem Sturm standzuhalten, wird in dieser Phase einstürzen. Und ja, das ist die Phase, die unglaublich schmerzhaft sein kann, weil sie unser Herz betrifft.

Wenn diese Phase eintritt, können wir selten sehen, dass das, was jetzt passiert gut für uns ist, weil es eben reinwäscht. Dasjenige hinfort spült, was einfach keine tragenden Wurzeln in unserem Leben entwickelt hat. Das, was gerade eben so noch gerade stehen konnte, bei jedem Wind schon gelitten hat, und was der Sturm in dieser Phase einfach mit sich reißt. Diese Phase ist sozusagen auch die Prüfphase des Transformationsprozesses: hat das, was wir aufgebaut haben Bestand? Kann es im Sturm stehen? Ist es tragfähig? Das, was beim kleinsten Lüftchen davon weht, ist nichts, was dich tragen kann, was dir Halt geben kann.

Auf einem schwachen Fundament kann man nichts Großartiges aufbauen. Keinen Palast, keine wundervollen, aufragenden Visionen. Es braucht ein stabiles Fundament. Hast du es nicht, wird es in dieser Phase weggerissen. ACHTUNG: das bedeutet noch nicht, dass alles vorbei ist. Wir befinden uns in der Prüfphase: Sprich deine Schöpfung in dem Bereich, der jetzt in der Transformation ist, wird auf Herz und Nieren geprüft. Häufig beginnt das mit ZOFF. Zoff in der Beziehung, am Arbeitsplatz, mit den Eltern, mit den Kindern, mit den Freunden. Das, was vorher vielleicht noch harmonisch lief, ändert sich. Man selbst ändert sich. Man fängt an sich innerlich, aber auch äußerlich Fragen zum eigenen Leben zu stellen.

Die Risse in der vorherigen Phase lassen uns tiefer schauen, eben ins Fundament hinein und die Fragen können auftauchen: Ist das die Art Beziehung, die ich führen möchte? Ist das die Art Alltag, die ich leben möchte? Ist das der finanzielle Rahmen mit dem ich glücklich bin? Ist das die Arbeit, die mich erfüllt? Tausende von Fragen, je nach dem, was du dir gerade anschaust. In dieser Phase werden wir häufig kratzbürstig, von null auf hundert aggressiv und auch frustriert.

Es kann sein, dass du tausendmal am Sonntag mit Liebe ein Frühstücksbuffet für deine liebe Familie gezaubert hast und eines Sonntags stehst du auf, bist wieder am Vorbereiten und würdest jetzt am liebsten alles gegen die Wand pfeffern. Es nervt dich, es macht die aggressiv. Du hast keine Lust mehr das zu machen. Die Liebe ist hierfür plötzlich gegangen. Es kann sein, dass du jahrelang mit Liebe fünf Mal die Woche zur Arbeit gegangen bist.

Du hast dich gefreut auf deinen Arbeitsplatz, auf deine Kollegen, auf die Mittagspause mit deiner Freundin, auf den Sport hinterher. Ein wundervoller eingespielter Ablauf. Und es kann passieren, dass du eines Morgens auf dem Weg zur Arbeit fühlst: Es ist vorbei. Es nervt dich. Wenn du nur an den Arbeitsplatz denkst, bekommst du Krätze.

Die Liebe ist gegangen. Ja, das kann tatsächlich passieren, dass die Liebe von jetzt auf gleich geht. Weil etwas Größeres, Schöneres sich anbahnt hier ihren Platz einzunehmen. Auch wenn wir es noch nicht sehen können. Der Frust und die mangelnde Liebe sind Anzeichen, dass wir uns in dieser Phase der Transformation befinden.

Phase 6 – Beherrschung

Wenn das Korsett aufbricht

In dieser Phase wandelt sich der Zoff, den wir in der vorherigen Phase erleben durften, zu handfesten Auseinandersetzungen. Das muss nicht immer äußerlich sein. Du kannst auch innerlich richtig die Beherrschung verlieren. Diese Phase ist geprägt von Aggressionen und unbestimmter Wut, die irgendwie eine Richtung finden möchte. (Erinnere dich: Aggression ist eigentlich zurück gehaltene Tatkraft. Je bewusster du durch die Transformationsphasen zu gehen vermagst, desto bewusster kannst du die Aggression nehmen und in Tatkraft wandeln, um dieser Transformationsphase gerecht zu werden). Aber häufig müssen wir erstmal unsere Wut spüren.

Die Wut auf unser Leben und die Situationen in denen wir feststecken. Dann gibt es die handfesten Streits mit dem Lebenspartner, mit den Kindern, den Eltern, den Vorgesetzen, der besten Freundin. Wir halten unser ehemals angelegtes Korsett nicht mehr aus. Es nimmt uns die Luft zum Atmen, es schnürt uns ein. Mit unserer Wut können wir es aufbrechen. Uns endlich wieder Luft verschaffen, um tief durchzuatmen.

(ACHTUNG: Ja, das geht auch ohne Streit, es geht auch mit bewusster Tatkraft. ABER dazu gehört schon eine gehörige Portion Bewusstheit. Also, sei nachsichtig mit dir, wenn du in einen massiven Streit verfällst. Wir sind Menschen auf dem Lernweg und bei weitem nicht immer perfekt. Und gib auch deinem Klienten das Gefühl, dass er streiten darf. Ja, das ist nicht immer schön. Aber auf dem Weg der Entwicklung wissen wir es manchmal einfach nicht besser. Wir fühlen nur, dass wir uns sofort Luft verschaffen müssen, wenn wir nicht ersticken wollen an uns selbst.)

Wichtig: erinnere dich immer daran, dass niemand im Außen „Schuld“ daran hat, an dem Leben, welches wir jetzt führen. Wir haben es uns so ausgesucht, wir können es auch wieder ändern. Wir sind in der Lage unser Korsett auszuziehen (ja, was auch mitunter richtig schmerzhaft sein kann, aber der Schmerz geht vorbei und danach können wir endlich wieder tief durchatmen) In dieser Phase geht es darum uns zu befreien aus den einengenden Korsetts, die wir irgendwann einmal angezogen haben.

Dafür braucht es Tatkraft. Es wird niemand von außen kommen und uns aufschnüren. Wir müssen selbst Hand anlegen, wir müssen selbst uns herausholen aus all den alten, überholten Mustern und Verstrickungen in denen wir uns befinden und die uns irgendwie nicht mehr gut tun. Die uns vielleicht klein halten und unterdrücken, die unser Reich einengen und vielleicht sogar die Kraft rauben. In dieser Phase geht es um die Befreiung aus diesen einst angelegten Mustern.

Und ja, die Aggression und Wut kann uns hier ein Wegweiser sein. Nehmen wir noch mal das Beispiel vom Sonntagsfrühstück, welches du jahrelang mit Liebe für deine Familie gemacht hast und plötzlich überkommen dich Aggression und Wut während du es machst. Das bedeutet jetzt nicht zwangsläufig, dass du fortan kein Frühstück mehr für deine Familie machen musst. In der Regel ist es eher ein Weckruf für etwas Größeres.

Vielleicht hast du dich jahrelang insgesamt für deine Familie aufgeopfert und du fühlst den Ruf, dich endlich z.B. beruflich selbst zu verwirklichen. Vielleicht hast du auch vergessen, dich gut um dich selbst zu kümmern und es geht ihr eher um Selbst-Liebe und Selbst-Achtsamkeit. Vielleicht fühlst du dich auch plötzlich wie das Dienstmädchen der Familie, welches wie selbstverständlich für alle da ist, aber umgekehrt niemand für dich etwas tut, dann gehen wir in das Feld Selbst-Wert. Damit meine ich: die Aggression auf einen kleinen Teil, ist eher der Impuls tiefer zu schauen und zu forschen, welches Seelenentwicklungsfeld zu kurz gekommen ist. Welches Feld jetzt anderes gelebt werden möchte.

So kann es gut sein, dass wenn du daran arbeitest, du auch wieder mit Liebe das Frühstück für deine Familie machen kannst oder du wieder ganz entspannt zur Arbeit gehen kannst, du wieder eine harmonische Beziehung mit deinem Partner führen kannst. Transformationsphasen bedeuten nicht immer Tabularasa und Trennung, es bedeutet „nur“ Veränderung. Und Veränderung ist auf vielfältiger Weise möglich. Damit kommen wir auch schon zur nächsten Phase der Transformation.

Phase 7 – Selbst-Erkenntnis

Erkennen, dass es so nicht weiter gehen kann

Es geht nämlich immer darum zu erkennen: Was will ich eigentlich geändert haben. Was stimmt nicht in dieser Situation, in dieser Art mein Leben zu führen, in dieser Weise meinem Leben Ausdruck zu verleihen. Wo bin ich innerlich schon größer geworden, wo habe ich mich schon verändert und mein Leben befindet sich noch im alten Muster.

Aber auch: wo möchte ich mich verändern. Was möchte ich nicht mehr so leben, wie bisher. Was möchte ich Neues erfahren? WAS SOLL SICH ÄNDERN. Astrologisch befinden wir uns hier im Zeichen Jungfrau. Und das finde ich ein ganz hervorragendes Symbol für diese Phase. Die Aufgabe der Jungfrau ist, letztendlich die sich „entjungfern“ zu lassen, sprich in neue Welten und größere Weiten einzutauchen. Es geht darum, die eigenen aufgerichteten Schutzbarrieren zu durchbrechen, um zu erkunden, was noch dahinter liegt. Welche fantastischen Welten es noch zu erforschen und zu entdecken gibt.

Es geht darum, die eigene Welt größer zu machen, den eigenen Horizont zu erweitern. Sich auf Neues einlassen, die eigenen Grenzen neu abzustecken. Das ist die Aufgab der Jungfrau und dieser Phase. Und hier kommen wir häufig an einem Punkt, an dem wir zurückschrecken. An dem unser logischer Verstand sich einschaltet und anfängt mit uns innerlich zu diskutieren.

Was wir denn für ein Problem hätten? Die Beziehung läuft doch gut? Der Job bringt doch gutes Geld, von dem man sich was leisten kann? Wozu nach den Sternen greifen, wenn man Blümchen pflücken kann? Wozu nach Großem streben, wenn man sich gerade so gemütlich eingerichtet hat mit dem Kleinen. Wieso Wolke 7, wenn es auf Wolke 4 doch auch ganz nett ist. In dieser Phase liegt die Gefahr, dass wir uns selbst betrügen, selbst beruhigend zu zureden, um uns wieder in den Schlaf des nicht Erkennens zu wiegen.

Es ist doch alles so schön logisch, warum jetzt irrational werden? Weil die Seele danach strebt sich auszudehnen, sich zu entfalten, farbenfroh zu werden. Diese „Jungfrau-Hürde“ gilt es in dieser Transformationsphase zu meistern. Es geht darum sich selbst wach zu halten, sich selbst aufzurütteln aus dem Dornröschenschlaf, der uns das wundervolle Leben da draußen verpassen lässt.

Phase 8 – Entscheidungen

Die Qual der Wahl

Das Tolle an unserem Leben ist ja, dass wir selbst entscheiden dürfen, in welchem Bereich wir uns „entjungfern“ wollen. Wir dürfen entscheiden, welchen Bereich in unserem Leben wir entfalten möchten, größer machen möchten. Und genau hier verbirgt sich aber auch das Problem dieser Transformationsphase: ENTSCHEIDUNGEN FÄLLEN! Was wenn ich mich falsch entscheide? Was wenn es noch etwas anderes, besseres gibt? Was wenn danach alles schlechter wird? Was wenn mich dann niemand mehr lieb hat? Diese Phase kann das Gefühl der Unsicherheit mit sich bringen und vor allem des Zurückschreckens. Vielleicht lasse ich doch lieber alles so wie es ist?

Diese Haltung ist fast normal im Transformationsprozess und auch völlig in Ordnung. Wir fühlen zwar, dass sich was ändern muss, aber wir können uns einfach nicht entscheiden, als treten wir einen Schritt zurück. Das tun wir solange bis das Korsett uns völlig die Luft abschnürt und wir entweder ersticken oder es uns vom Leibe reißen. Gleichgültig auf welche Seite die Wahl auch fallen mag. Wenn man sich zwischen zwei Sachen nicht entscheiden kann, dann ist es manchmal ratsam nach einer dritten Lösung Ausschau zu halten.

Es ist tatsächlich leichter den dunklen Tunnel zu bewältigen, wenn man eine eindeutige, klare Entscheidung für eine Seite getroffen hat und dafür brennt, dieses Licht nun zu entzünden. Wenn du dich entscheidest, dich selbstständig zu machen und einfach nicht aus dem Mustopf kommst, dann reicht die Kraft für den Tunnel vielleicht nicht aus und du wirst umkehren müssen, um neu zu wählen. So geht es in allen Bereichen.

Das innere Brennen für eine Sache, wird die Kraft haben im Tunnel (den wir bald im Transformationsprozess betreten werden), den Funken überspringen zu lassen, um die innere Fackel zu entzünden, um dich selbst zu erleuchten. Ja, und manchmal muss man einfach springen. Sich am Klippenrand entscheiden, dass die Zeit gekommen ist über die eigenen Grenzen hinauszuwachsen und dann springen wir und im Fallen werden wir unsere Flügel entfalten und fliegen lernen. So machen das alle Vögel.

Es gibt kein Probefliegen. Und wenn man sich gar nicht bewegt, wird man irgendwann von Mama aus dem Nest geschubst. Das kann dir übrigens auch passieren, wenn du dich beständig weigerst eine Entscheidung zu treffen. Es kann gut sein, dass dann die anderen für sich selbst Entscheidungen treffen, die dann Konsequenzen für dich haben und du aus dem Nest geschubst wirst. Wenn du ständig dich beschwerst in der Firma, aber keine Entscheidung fällen kannst, die Situation zu ändern, kann es sein, dass du gekündigt wirst.

Wenn du ständig an deinem Freund herummeckerst, kann es sein, dass er irgendwann die Koffer packt, weil keine konstruktiven Lösungen in Sicht sind. Du wirst aus dem Nest geschubst. Und dann wirst du fliegen lernen müssen. Ja manchmal stürzt man ab. (das passiert Vögeln auch). Dann rappelt man sich auf und versucht wieder zu fliegen, solange bis es gelingt. Freiwillige Entscheidungen machen das Fliegen aber enorm leichter.

Es erhört die Motivation, dass es gelingen möge, beim ersten Mal. Im Transformationsprozess gilt es zu entscheiden, welche Farbe in deinem Schmetterlingskostüm du nun von innen heraus erleuchten möchtest. Wo es endlich glitzern und funkeln und wunderschön werden darf. Du darfst entscheiden. Es ist deine Wahl.

Phase 9 – Selbst Vergebung

Das Gefühl zu sterben oder sterben zu wollen

Nach der Entscheidung, ob wir sie nun ganz bewusst gefällt haben oder andere diese für uns fällen aufgrund unseres Verhaltens, kommt die „Verpuppung“. Das ist der Moment, wo alles zusammen zu brechen scheint. Die Kündigung flattert ins Haus, der Lebenspartner zieht aus, die Kinder sprechen nicht mehr mit einem, die Wohnung wird aufgekündigt, man hat kein Geld mehr usw. Irgendetwas passiert, der aufbrechende Boden, den wir in der vierten Phase eingeläutet haben, bricht nun vollends Weg.

Nichts kann mehr so bleiben wie es ist. ACHTUNG: es muss nicht immer mega dramatisch sein, es muss sich hier nicht immer um riesengroße Veränderungen handeln. Es gibt große Kästchen, im Schmetterlingskostüm, die wir erleuchten und es gibt kleine Kästchen. Mal ist es lebensumwälzend, mal „nur“ leicht lebensverändernd. Und: viele verschiedene Seelenentwicklungsfelder zeitgleich in unterschiedlichen Phasen mit unterschiedlicher Intensität, dass ist das Spiel des Lebens. Jedenfalls kommt in dieser Phase meistens der emotionale Zusammenbruch (mal stärker, mal schwächer).

Nichts ist mehr da an das man sich festhalten kann. Das Vertraute geht und das Neue ist noch nicht da. Dies ist zu vergleichen mit der Raupe, die sich verpuppt. Sie ist jetzt keine Raupe mehr, aber eben auch noch kein Schmetterling. Diese Umwandlung bedarf nun einige Zeit. Und diese Zeit der Verpuppung auszuhalten ist mit die schwerste. Plötzlich scheint das Leben dunkel zu werden. Eben konnten wir noch alles sehen und jetzt scheint man gegen die Wand zu laufen. Was ja bildlich gesehen auch so ist, wenn wir uns ganz eingesponnen haben in einen Kokon.

Übrigens ist diese Phase zusammen mit der folgenden Phase der häufigste Grund, warum Menschen in Therapie gehen, sich einen Coach suchen und Hilfe finden wollen. Weil man ja dachte mit dem Sprengen des Korsetts die Freiheit erlangt zu haben, nur um sich plötzlich in einer noch viel größeren Enge wieder zu finden. In dieser Phase verliert man häufig den Überblick. Man weiß nicht, dass man sich gerade im Prozess der schönsten Verwandlung befindet, dass man nur noch ein klein wenig durchhalten muss und schon ist das nächste Kästchen im Schmetterlingskostüm farbig.

Im Kokon scheinen wir das zu vergessen. Scheinen wir unsere Visionen zu vergessen, unsere wundervollen Schöpfungspläne. Plötzlich wird alles schwarz und wir haben das Gefühl zu Sterben. ACHTUNG: das ist mit das schwerwiegendste Gefühl dieser Phase: zu sterben. Oder wir denken, dass wir jetzt sterben wollen. Wir wollen nicht mehr. Was hat das Leben uns in dieser Dunkelheit schon noch zu bieten?

Hier ist die Gefahr sehr groß für Melancholische oder depressive Menschen abzustürzen. Entweder die Dunkelheit mit Drogen/Alkohol bekämpfen oder tatsächlich versuchen Selbstmord zu begehen. In dieser Phase kann es immens wichtig sein, dass man jemanden an seiner Seite hat, der einen daran erinnert, warum man jetzt im Kokon ist. Warum es jetzt gerade extrem dunkel wird und sich alles zusammen zu ziehen scheint.

Es ist die Sammlung vor dem neuen „Ur-Knall“, vor der Verwandlung. Wie bei einer Geburt, wo man auch die Hebamme an die Seite gestellt bekommt, die einem (wenn sie gut ist) hilft, diese „dramatische“ Phase unter der Geburt zu meistern. Dort wo der Schmerz am stärksten, ist die Geburt am nächsten. So ist es auch im Kokon. Dort auf Messers Schneide, wo man denkt, dass man das Leben jetzt wirklich nicht mehr tragen kann, ist die Wandlung eigentlich schon zum Greifen nahe. Es gilt jetzt „nur“ noch die nächste Phase der Transformation zu meistern. Die Selbst-Erleuchtung

Phase 10 – Erleuchtung

Der Punkt der absoluten Dunkelheit

Erinnerst du dich an den Stillstand kurz bevor das Gewitter kommt, welchen ich in der Phase des Neubeginns beschrieben habe? Hier kommen wir zum zweiten Stillstand in den Phasen der Transformation. Es ist der Moment, wo alles schwarz zu werden scheint. Sämtliches Licht eingezogen wird, wie bei einem schwarzen Loch. Es geht nicht mehr enger, nicht mehr dunkler. Alles sammelt sich, alles zieht sich zusammen.

Der Moment des Sterbens (symbolisch). Das, was man sich vielleicht in der vorherigen Phase herbeigesehnt hat, dass man nicht mehr leben möchte, dass man sterben möchte, tritt jetzt ein. Aber natürlich stirbt man nicht komplett. Sondern ein Teil von dir stirbt. Der alte Teil, der sich selbst überholt hat. Der alte Teil, den man auch nicht mehr leben möchte.

Vielleicht der Teil, der sich selbst gegenüber unachtsam war, sich nicht selbst geliebt hat, der sich vielleicht sogar gehasst hat, der in Armut gefangen war, an Lieblosigkeiten sich gebunden hat usw. Dieser Teil, der darf jetzt sterben. Den dürfen wir jetzt abstreifen, wie eine alte Schlangenhaut. Wir brauchen und wir wollen ihn nicht mehr tragen. Wir wollen das nicht mehr sein. Darum sind wir hier, an diesem Punkt, wo es nur noch dunkel zu sein scheint, um in dieser Dunkelheit, in dieser Tiefe, dass zu vergraben, was jetzt gehen darf, was sterben darf. Und zeitgleich passiert etwas Wunderbares, wenn wir es schaffen die alte Haut abzustreifen, unser schillerndes neues Kostüm kommt zum Vorschein.

Dies ist der Punkt, wo wir uns im dunklen Tunnel selbst erleuchten. Wo wir beginnen von innen heraus unseren neugefunden Teil unseres Selbst erstrahlen zu lassen. Dieses Strahlen, diese Selbst-Erleuchtung wird dafür sorgen, dass wir aus dem dunklen Tunnel wiederheraus finden. Es wird uns helfen, die Todessehnsucht zu überwinden. Es wird uns helfen unseren Blick von der Erde und der Dunkelheit ins strahlende Licht zu lenken.

In der Dunkelheit verliert man schnell den Überblick. Man ist verwirrt, man vergisst, warum man überhaupt in den dunklen Tunnel gegangen ist. Warum ist man hier. ABER es ist essentiell wichtig sich daran zu erinnern, warum man einst die Reise dieses Transformationsprozesses angetreten ist. Was war es noch gleich? Endlich keine Geldsorgen mehr haben? Endlich eine erfüllte Partnerschaft leben? Endlich nicht mehr so sein wie die eigene Mutter? Endlich sich selbst verwirklichen? Endlich sich unabhängig machen?

Warum ist man die Reise angetreten. Hier kann es extrem hilfreich sein, mit dem ICH BIN zu arbeiten. Erinnere dich an das ICH BIN, welches du erleben und erfahren möchtest und halte jetzt daran fest. Ändere dein ICH BIN nicht im Tunnel. (du kannst es später im hellen Sonnenlicht ändern und nacharbeiten so viel du willst) Aber lass dich von der Dunkelheit nicht von deinem Ziel abbringe. Nimm am dunkelsten Punkt dein ICH BIN.

Erinnere dich, fokussiere dich, sammle all deine Kräfte für das ICH BIN und mit dieser Fokussierung wirst du dein Licht anzünden, wird das Kästchen deines Schmetterlingskostüms anfangen zu strahlen.

Phase 11 Selbst-Erfüllung

Die erfolgreiche Wandlung

Mit dem Anzünden deines inneren Lichtes, deiner Selbst-Erleuchtung passiert etwas Wunderbares: du beginnst dich zu wandeln. Wir kommen in die Phase der erfolgreichen Wandlung oder Verwandlung. Wir sind immer noch im Kokon, wir sind immer noch im dunklen Tunnel, aber wir leuchten jetzt von innen heraus. ABER wir sind immer noch ganz bei uns, wir begegnen mit unserem neuen Selbst noch nicht der Außenwelt.

Aber wir fühlen, wie wir uns von innen heraus selbst erfüllen. Das neu entzündete Licht fließt durch unser ganzes System und breitet sich aus und wir fangen an zu leuchten und genießen dieses leuchten. Dies ist der Moment, wo die Welt wieder anfängt sich zu ändern. Wo alles wieder in seine Bahnen kommt, wir wieder Boden unter den Füßen bekommen, wo sich Dinge regeln.

Wir fühlen in uns die neue Fülle und das Versprechen, dass jetzt alles wieder gut wird. Der Schmerz liegt hinter uns. Es ist ein wenig mit der Geburt eines Kindes zu vergleichen. Sobald das Kind das Licht der Welt erblickt, ist der Schmerz, den man vielleicht viele, viele Stunden erlitten hatte, vergessen. Man hat es geschafft.

Und es kann gut sein, dass man jetzt so richtig, aber so richtig erschöpft ist. Je nach dem wie lang und wie intensiv die vorherigen Phasen der Transformation waren. Es kann gut sein, dass man das Gefühl hat, man müsse jetzt unendlich viel schlafen. Und das ist eigentlich genau gut und richtig. Im Schlaf können wir den neu sich entfalteten Seelenanteil in uns integrieren, sich entwickeln lassen, sich ankommen lassen.

Wir können uns von all den seelischen, emotionalen und vielleicht auch körperlichen Anstrengungen erholen. Wir dürfen noch im Kokon bleiben, wir dürfen uns völlig hingeben und einfach sein im neuen Zustand. Leider gönnen wir uns viel zu selten diese Erholungsphase nach so viel getaner Seelenarbeit. Wir erlauben uns nicht einfach mal nur zu sein, zu schlafen so viel wir wollen, herumzuhängen auf der Couch so viel wir wollen, essen so viel wir wollen, uns selbst zu feiern, für den Weg den wir gerade erfolgreich gemeistert haben, so viel wir wollen.

Wir haben es vergessen. Unsere Gesellschaft und die Muster, die wir übernommen haben, treiben uns an, weiter zu machen, und zu machen und zu machen und wenn wir nicht achtsam sind, brechen wir irgendwann darunter zusammen. Weil wir es uns nicht gegönnt haben, uns zu erholen und zu feiern. Wenn du in dieser Phase der Transformation bist oder auch dein Klient, dann erlaubt euch, euch auszuruhen, und zu schlafen und nein, das ist kein Drama. Man ist nicht faul oder sonst was.

Man ist nur müde und Müdigkeit kuriert man mit Schlaf und Ausruhen. Das ist so einfach. Gönnen wir uns wieder den Schlaf der Erholung, den Schlaf der Seelenintegration, des Ankommens der neuen Farbe in unserem Seelenkostüm. Wir haben es verdient. Wir sind einen weiten Weg gegangen und dürfen müde sein, dürfen erschöpft sein, dürfen das Bedürfnis haben uns dringend ausruhen zu müssen. Es gibt in dieser Phase nichts zu schaffen. Jetzt muss Rom nicht aufgebaut werden. Jetzt dürfen wir unsere Kräfte neu sammeln für die nächste Phase der Transformation.

Phase 12 – Selbst Befreiung

Mit den Möglichkeiten des Neuen Seins spielen

Dann kommt der große Moment, wo wir das Ei bzw. den Kokon von innen heraus aufbrechen, um unser neues Selbst zu befreien. Wir verlassen den dunklen Tunnel und treten wieder hinaus in die Welt. Die Zeit der intensiven Innenschau für diesen Aspekt findet ihr Ende.

Wir sind bereit unser neues Sein nun auch in die Welt zu tragen und unser Licht hinaus zu strahlen. Bis die Zeit kommen wird, wo wir wieder bereit sind uns in diesem Aspekt zu wandeln und wieder die Reise durch den Tunnel anfangen anzutreten. Aber jetzt klettern wir erstmal aus unserem Kokon, unser Seelenkleid nun um eine Farbe reicher und bunter leuchtend.

Wir entwickeln Vision, vielleicht haben wir damit schon in der letzten Phase, wo wir uns ausgeruht haben, damit begonnen. Wir haben oder denken jetzt darüber nach, was wir mit unserem neuen „Sein“ jetzt anfangen wollen. Wir entwickeln Visionen für unsere Zukunft. Wir planen, wir gehen in den Schöpferprozess. Es ist eine kribbelige Aufbruchsstimmung in der häufig alles möglich scheint. So können wir in einigen Transformationsprozessen wirklich groß und weit außerhalb des alten Rahmens denken. Wieso nicht Millionär werden? Wieso nicht Prinz William heiraten? Wieso nicht einen großen Konzern leiten? Wieso nicht auf die Malediven auswandern? Wieso nicht Fitness-Queen oder Sternekoch werden?

Manches davon wird sich vielleicht nicht erfüllen, aber auch rumspinnen und groß denken, einfach nur so, macht unglaublich viel Spaß und einiges davon wird dann vielleicht doch wahr. Bewegt sich doch in den Bereich des Möglichen. Wir holen uns die Sterne vom Himmel. Manchmal ganz kleine, und manchmal streben wir nach den ganz großen.

Schau dich um. Es gibt immer Menschen, die sich in die Lage versetzen die riesengroßen Sterne vom Himmel zu holen. Doch gleichgültig wie groß oder klein die Sterne jetzt in deiner Vision sind, in der Umsetzung bist du nicht nur ein Licht für dich selbst, sondern auch für andere Menschen, die sich fragen, was alles möglich ist. Menschen mit Visionen und die sie auch umgesetzt haben, können eine große Inspiration für uns sein.

Sie können uns bereichern und anspornen, selbst auch größer zu denken, uns selbst auch mehr zu zutrauen und großartiges zu erreichen. Du bist frei, du darfst schöpfen, was du möchtest. Gestärkt treten wir jetzt wieder ins Leben und fangen an unsere Visionen anzugehen, große oder kleine, das ist egal. Wir leben und wir gestalten unser Leben. Wir treten dann wieder ein in die Phase des Fließen, in der gerade alles rund läuft, es uns gut geht, alles so fließt, wie wir es haben wollen und das Rad der Transformation beginnt einen weiteren Durchlauf.

Wie lange die einzelnen Phasen dauern ist nicht vorherzusagen und individuell. Mal geht alles ganz schnell, mal fühlt es sich wie eine Ewigkeit an. Aber je mehr man sich der Phasen der Transformation bewusst ist, desto klarer kann man direkt damit arbeiten, sie aktiv vorantreiben, mutiger ins Dunkle gehen, sich auf die Wandlungen freuen, größere Sterne anstreben, das Leben noch bunter und schillernder machen. Das ist das Leben, einzigartig und besonders.

Alles Liebe, deine Jennifer

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